Projekt / Einrichtung
Die NGO „Action de Solidarité“ besteht aus einem Team mit vorwiegend jungen Menschen. Ich wurde bei meiner Ankunft wirklich herzlich begrüßt und in die Familie aufgenommen. Im Büro geht es immer sehr bunt zu, ständig ist irgendetwas los. Da wird man auch schnell mal zu dem ein oder anderen Fest eingeladen.
Zu meinen Aufgaben in der NGO zählt das Begleiten des Kompost- und Gartenprojektes in einer Grundschule, welches ca. 5 min. fußläufig von meiner Unterkunft entfernt ist. Dort geht es um das Trennen von Müll und die Verwendung von Kompost im Schulgarten.
Dazu finden zwei Mal in der Woche ein Deutschclub in zwei unterschiedlichen weiterführenden Schulen statt. Dabei steht nicht nur die deutsche Sprache im Fokus, sondern vor allem auch das Leben in Deutschland und die verschiedenen Traditionen und Bräuche.
Auch veranstaltet die NGO jedes Jahr einen Sponsorenlauf in jeweils neuen Schulen um Spenden zu sammeln um neue Schulgebäude zu bauen. Als Freiwillige ist man dabei in der Planung und Gestaltung des Sponsorenlaufes eng mit eingebunden.

Leben und Wohnort
Mein Wohnort, Abomey-Calavi (oder eigentlich nur Calavi, wie alle sagen) ist die Vorstadt von Cotonou, dem ökonomischen Zentrum von Benin gleich am Atlantischen Ozean. Ich lebe hier ca. 1 Stunde Autofahrt vom Zentrum von Cotonou entfernt in einem Haus zusammen mit der Chefin der NGO, Astrid. Sie ist Deutsche und lebt bereits seit vielen Jahren in Benin. Meine eigene Wohnung im 1. Stock liegt gleich neben der Gemeinschaftsküche für alle Mitfreiwilligen. Im Haus leben zusätzlich noch die beiden Hunde, Paul und Bob. Bob eine richtige Kratzbürste und Paul der Engel in Person.
Das Leben ist schonmal ziemlich anders als ich es bisher kannte. Die Leute sind unglaublich offen und sehr neugierig was meine Person betrifft. Da kann es auch schonmal passieren, dass man für einen 10-minütigen Fußweg 1 Stunde unterwegs ist, weil an jeder Ecke noch die neusten Erfahrungen ausgetauscht werden müssen. So einfach kommt man dann nicht vorwärts.
Fazit
Doch genau diese Gelassenheit und das sich Zeit nehmen hat mir geholfen Anzukommen. Auch das ständig etwas los ist und man kaum die Zeit hat, an Zuhause zu denken, erleichterten mir die ersten Monate ohne meine Familie. Und natürlich ist es aufregend das Land zu erkunden und die verschiedenen Feste zu feiern (z.B. Weihnachten im Hochsommer mit schönstem Sonnenschein).

Aber was ich vor allem hier gelernt habe, ist den Dingen nicht im Weg zu stehen, sondern auf sich zukommen zu lassen. Es kommt wie es kommt und man sollte eher versuchen mit seinen Chancen zu arbeiten als sich gegen sie zu stellen.
