Schützt die Umwelt!
Das diesjährige Motto des Weltumwelttages passt wunderbar zuunserer weltwärts-Einsatzstelle Marine Conservation Cambodia MCC imSüden Kambodschas. MCC wurde 2008 gegründet und setzt sich für den Schutz und die Wiederherstellung der Meeresökosysteme Kambodschas ein – durchwissenschaftliche Forschung, Naturschutzmaßnahmen und eine enge Zusammenarbeitmit nationalen und lokalen Partnern. Unsere weltwärts-Freiwilligen unterstützenhier bei der Datenerhebung durch Beobachtungen von Flora und Fauna, beim Bauenvon Habitaten für Muscheln und Schwämme, beim Säubern der Ufer und derÖffentlichkeitsarbeit.
Und seit März können Schüler*innen diese Arbeit sogar ausdem Klassenzimmer heraus verfolgen! Engagement Global und dieKoordinierungsstelle weltwärts haben zusammen mit VIA e.V. und MCC spannendesUnterrichtsmaterial mit Videos, Arbeitsblättern und vielen wichtigenInformationen entwickel: Ökologie– Seegraswiesen & SDG 14 (Sek II) - Lehrer-Online. Taucht mit den Wissenschaftler*innen von MCC undunserer Freiwilligen Nora zu den Seegraswiesen vor Kambodscha und untersuchtden direkten Zusammenhang zwischen deren Zustand und der Population vonSeekühen. Und findet heraus, was auch ihr lokal tun könnt, um den LebensraumMeer zu schützen, ganz im Sinn des SDG 14 „Leben unter Wasser“.
Du möchtest dich international engagieren, Verantwortung übernehmen und neue Perspektiven gewinnen? Für die Sommerausreise 2026 sind noch Plätze in spannenden Projekten in Uganda 🇺🇬 und Südafrika 🇿🇦 frei.
Unsere Einsatzstellen verbinden Bildung, Inklusion, Gesundheit und Empowerment – und bieten dir die Möglichkeit, dich aktiv einzubringen und gleichzeitig persönlich zu wachsen. 🌱✨
📍 Ebenezer Christian High School
Die christliche Tages- und Internatsschule begleitet Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren auf ihrem Bildungsweg. Neben schulischem Lernen spielen Sport, Kunst, IT und praxisnahe Projekte eine wichtige Rolle. Ziel ist es, junge Menschen auf Studium, Beruf und ein selbstständiges Leben vorzubereiten.
Als Freiwillige*r unterstützt du im Unterricht und im Schulalltag und kannst eigene Interessen in AGs oder Freizeitangeboten einbringen. 📚🎨⚽
📍 Kampala School for the Physically Handicapped
Hier stehen schulische Bildung, Rehabilitation und berufliche Förderung für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen im Mittelpunkt. Therapieangebote und praktische Ausbildungsbereiche greifen eng ineinander. ♿💛
Du begleitest die Schüler*innen im Unterricht oder bei therapeutischen und handwerklichen Aktivitäten und unterstützt das Team im Alltag.
📍 St. Francis HealthCare Services (Jinja)
Die gemeinnützige Einrichtung verbindet medizinische Versorgung mit sozialer Unterstützung und Aufklärungsarbeit. Besonders vulnerable Gruppen erhalten hier ganzheitliche Begleitung – von Gesundheitsversorgung bis zur wirtschaftlichen Stärkung. 🏥🌍
Als Freiwillige*r erhältst du Einblicke in Community- und Gesundheitsarbeit und unterstützt Projekte im medizinischen oder sozialen Bereich.
📍 Uganda School for the Deaf
Ein sicherer Lern- und Lebensort für rund 200 gehörlose Schüler*innen. Neben akademischer Bildung liegt der Fokus auf Selbstständigkeit, praktischen Fähigkeiten und Gemeinschaft. 🤝📖
Du unterstützt im Unterricht und bei Freizeitaktivitäten und lernst inklusive Bildungsarbeit aus nächster Nähe kennen.
📍 Women Empowerment Projekte
Diese Projekte stärken Frauen und junge Mädchen durch Bildungsangebote, berufliche Trainings und gemeinschaftliche Unterstützung. Ziel ist es, langfristige Perspektiven und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu fördern. 💪🌸
Du begleitest Workshops, unterstützt Trainings oder bringst eigene Ideen in die Projektarbeit ein.
📍 Village Scribe Association
Das Bildungsprojekt fördert digitale Kompetenzen an weniger privilegierten Schulen. Durch Computerlabore und kreative Projekte werden Schüler*innen in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung gestärkt. 💻🌍
Als Freiwillige*r unterstützt du bei EDV-Workshops und kannst später eigene kleine Projekte umsetzen.
📍 Sparrow Schools, Johannesburg
Seit 1989 bieten die Sparrow Schools spezialisierte Bildung für Kinder und junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten – von der Grundschule bis zur beruflichen Ausbildung. Ziel ist es, Selbstständigkeit und Zukunftsperspektiven zu fördern. 🏫✨
Du hilfst im Unterricht oder in praktischen Ausbildungsbereichen mit und begleitest die Schüler*innen im Schulalltag.
Alle detaillierten Informationen findest du in unserem Einsatzstellenportal.
Bei Fragen erreichst du uns telefonisch Mo–Fr, 14–17 Uhr unter 04131-709 798 0 oder per Mail an info@via-ev.org.
👉 Jetzt informieren & bewerben: via-ev.org/einsatzstellen
Wir freuen uns auf deine Bewerbung! 🌍✨
Wie entstehen eigentlich Einsatzstellen für weltwärts-Freiwillige, undworauf kommt es an, wenn wir entscheiden, ob junge Menschen dort künftig einJahr leben, lernen und mitarbeiten werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sichdie neue Folge des weltwärts-Podcasts.Darin spricht unsere Geschäftsführerin Christina Schulte mit Host Magnus übereinen zentralen Teil unserer Arbeit bei VIA: die sorgfältige Auswahl undVorbereitung von Einsatzstellen.
Im Rahmen dieses Prozesses war Christina selbst in Kambodscha unterwegs undhat sich das HancheyBamboo Resort angeschaut. Das nachhaltige Tourismusprojektverbindet soziale Förderung, Bildung und Arbeit und soll künftig eine neue weltwärts-Einsatzstelle vonVIA werden. In Interview mit weltwärts-host Magnus gibt Christina Einblickedarin, nach welchen Kriterien wir Einsatzstellen auswählen, welche RolleDemokratiebildung, Selbstbestimmung und partnerschaftliche Zusammenarbeitspielen und was eine neue Einsatzstelle ganz konkret für zukünftige Freiwilligebedeutet – fachlich, pädagogisch und im Alltag.
Begleitet wird das Gespräch von Videomaterial direkt aus dem Projekt, daszeigt, wo Freiwillige künftig leben, lernen und mitarbeiten könnten. Die Folgemacht deutlich, wie viel Austausch, Prüfung und Verantwortung hinter derEntscheidung für jede neue Einsatzstelle steckt und wie wichtig uns einesorgfältige Vorbereitung im Sinne aller Beteiligten ist.
Hier geht es zur weltwärts-Podcast-Folge.
Zu Weihnachten Gerechtigkeit schenken!
Kennt ihr auch Leute, die auf die Frage nach Weihnachtswünschen sagen, sie hätten schon alles?
Das geht leider nicht allen Menschen auf der Welt so.
Macht dieses Jahr einen Unterschied und schenkt – oder lasst schenken – monate- oder tageweise Engagement für Menschen, die es wirklich brauchen:
✨schenkt Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden.
✨schenkt jungen Leuten eine erfüllte Zeit im Freiwilligendienst
✨schenkt die Freude, etwas richtig Wertvolles unterstützt zu haben
Jeder Monat eines Freiwilligendienstes kostet im Schnitt 1.000 Euro, von denen wir 250 - 500 Euro als Verein selbst tragen müssen. Mit euren geschenkten Spenden können wir mehr Menschen weltweit Unterstützung bieten und mehr jungen Menschen unvergessliche und oft lebensverändernde Monate Freiwilligendienst bieten.
Hier könnt ihr direkt spenden
Jeder Euro zählt und wirkt. 💛
Stärkung der Zivilgesellschaft in herausfordernden Zeiten – das war das Thema der diesjährigen IVCO-Konferenz, die vom 14.– 18. September in Kambodscha stattfand. 140 Teilnehmende von 76 Organisationen aus 24 Ländern tauchten vier Tage lang tief ein in das Thema ein, lernten von den Erfahrungen anderer Organisationen und konnten neue Kontakte knüpfen für künftige Projekte. Trotz der großen Bandbreite an Organisationen, Projekten und Ländern, die auf der IVCO vertreten waren, hatten viele mit denselben Herausforderungen und Fragen zu tun: knapper werdende Mittel für die Zivilgesellschaft, kritische Sicherheitslagen in vielen Ländern, Einsatz von neuen Technologien.
Mit einem Blick in den aktuellen Bericht zum weltweiten Zustand der Zivilgesellschaft leitete Reylynne Dela Pazein, Leiterin Advocacy& Kampagnen bei CIVICUS, einer internationalen gemeinnützigen Organisation für Menschenrechte und zivilgesellschaftliches Engagement, das Thema ein – und hatte keine guten Nachrichten: Demnach leben nur 3,6% der Menschen weltweit in wirklich offenen Gesellschaften – mit Meinungs- und Versammlungsfreiheit und weiteren wichtigen Rechten und auch den Möglichkeiten, diese durchzusetzen. 72,6%der Menschen dagegen leben in eingeschränkten oder gar geschlossenen Gesellschaften. Doch es gab auch Positives in dem Bericht: Kinderehen wurden in weiteren Ländern verboten, die Anerkennung des Wahlergebnisses in Guatemala konnte gesichert werden und es gab Erfolge im Bereich Klima- und Umweltrecht in Ecuador, Indien und in der Schweiz.
Freiwilligeneinsatz kann die Zivilgesellschaft stärken, werdet ihr euch vielleicht fragen. So wichtig sind die? Ja, so wichtig sind die Einsätze von Freiwilligen, Ehrenamtlern und anderen Engagierten in der ganzen Welt. Freiwillige geben nicht nur eine Phase ihres Lebens, um in einem anderen Land arbeiten und lernen u können, die Sprache zu lernen und neue Leute kennenzulernen. Denn sie arbeiten nicht in einem profitorientierten Unternehmen, sondern immer zum Wohle der lokalen Gemeinschaft, und oft mit benachteiligten Gruppen, die sonst wenig oder gar keine Unterstützung hätten. Sie stärken damit gleichzeitig den Verein oder die Nicht-Regierungsorganisation, bei der sie tätig sind: Natürlich dadurch, dass sie vor Ort tätig sind, aber auch darüber, dass sie im Gastland und auch zu Hause davon berichten. Die Menschen und das Thema, mit dem sie vor Ort in Kontakt warne, begleitet sie oft ein Leben lang – hauptamtlich oder ehrenamtlich.
In einem schriftlichen Beitrag zur IVCO-Konferenz sprechenLina Leav, Phyu Sin Oo und Jürgen Deile von dem„Sozialkapital“, das Freiwillige durch ihren Einsatz aufbauten:
„Freiwilligenarbeit bringt Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und ethnischen Profilen zusammen, um ein Netz aus gegenseitigem Vertrauen und Respekt zu schaffen.“
Gleichzeitig stärke der Einsatz von Freiwilligen den sozialenZusammenhalt, fördere den Gemeinschaftsgeist und das Zugehörigkeitsgefühl. Dieser Zusammenhang wurde von verschiedenen Vortragenden immer wieder bestätigtund durch ihre Erfahrungen betätigt.
Zur künftigen Finanzierung der Dienste wurde diskutiert, wie man Regierungen und andere Entscheidungsträger noch besser überzeugen kann, welche Bedeutung Freiwilligendienste gerade in der aktuellen krisenhaften Weltlage haben. Und wegen der Krisen in der Welt wurde auch die Sicherheit aller Beteiligten von Freiwilligendiensten diesmal ganz besonders in den Fokus genommen. Die Bedeutung von guter Information, sorgfältiger Auswahl, intensiver Vorbereitung und persönlicher Begleitung wurde dabei von vielen Organisationen betont und ist auch bei VIA entscheidend. Unsere Geschäftsführerin Christina Schulte hat dazu in ihrem Workshop unter anderem die VIA-Seminare vorgestellt, die mit ihrem nicht-formalen und kreativen Ansatz nicht nur Spaß machen und tolle Teams formen, sondern auch allen Freiwilligen eine individuelle Vorbereitung für ihren Einsatz garantieren. Besonders die Floßtouren hatten es den Zuhörer*innen des Workshops angetan. Aber auch für den „Spielsalon der Begegnungen“ wurde Christina Schulte schon nach der Spielbeschreibung gefragt.

An KI kam die IVCO natürlich auch nicht vorbei – sei es ganz praktisch durch simultane Übersetzungen Chinesisch-Englisch oder als theoretischer Input eines Wissenschaftlers zu Möglichkeiten und Herausforderungen.
Mit vier Tagen intensivem Austausch und einer immensen Vielfalt an Perspektiven, Kompetenzen, Erfahrungen, Sprachen, Ideen, Meinungen war die IVCO 2025 wieder bereichernd, wenn auch die Aussichten für eine weltweit starke Zivilgesellschaft und ein friedliches Miteinander alles andere als gut sind. Umso wichtiger ist es, dass wir und viele von euch und Ihnen an den Themen dranbleiben und die Freiwilligendienste in den verschiedenen Formaten stärken.
Die Bewerbungsphase für die Sommerausreise 2026 hat begonnen!
Mit unserem neuen Einsatzstellenmarkt auf der Website ist es jetzt noch einfacher, passende Projekte zu finden – von Afrika bis Australien, von sozialem Engagement bis hin zu Bildungsprojekten. Gemeinsam schauen wir, welche Einsatzstelle zu dir passt.
Zur Auswahl stehen die staatlich geförderten Programme weltwärts, IJFD und ESK. Die Freiwilligendienste dauern 6–12 Monate und eröffnen die Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln, neue Perspektiven zu gewinnen und dich persönlich weiterzuentwickeln.
📅 Dazu bieten wir regelmäßig online Infoabende auf Zoom an. In 2-3 parallelen Zoom-Sessions erhältst du einen Überblick über den Bewerbungsablauf sowie die Besonderheiten der einzelnen Förderprogramme:
Melde dich an, informiere dich über die Programme und starte mit uns deine Zeit #ganzfreiwillig ins Ausland!
Im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsverfahrens hat der AKLHÜ e. V. eine Stellungnahme zum Referentenentwurf des WDModG eingereicht. Im Fokus stehen zentrale Aspekte für die Internationalen Freiwilligendienste und den Entwicklungsdienst – insbesondere:
Wir bei VIA begrüßen diese Stellungnahme ausdrücklich – sie deckt sich mit unserer Haltung: Freiwilligendienste sollten freiwillig bleiben, aber strukturell gesichert und für alle zugänglich sein.
Hier geht es zur vollständigen Stellungnahme.
Auf der Mitgliederversammlung im Juni 2025, die im Rahmen des VIA-Festivals in Magdeburg stattfand, wurde der Vorstand von VIA neu gewählt. Nach dem rotierenden Prinzip des Vereinsvorsitzes übernahm Laura Weiser den Vorsitz. Korbinian Schütze scheidet offiziell aus dem Vorstand aus, während Maro Bolldorf neu hinzugekommen ist. Die anderen Vorstandsmitglieder – Dina Bustami, Sylvia Franz, Ruth Stegmann und Laura Weiser – wurden erneut gewählt.
Vier der fünf Vorstandsmitglieder haben selbst einen Freiwilligendienst mit VIA absolviert: Dina war VIA-Freiwillige in Portugal und organisiert seitdem unter anderem Festivals und Seminare. Laura hat einen Freiwilligendienst in Estland gemacht, war bereits im Vorstand und arbeitet in der Sozialen Arbeit in Cottbus. Ruth war mit VIA in Moskau, lange Programmleiterin und Trainerin und ist nun wieder aktiv im Vorstand. Sylv begleitet als Coach und Trainerin Menschen und Teams durch Veränderung und setzt sich für Teilhabe und Chancengleichheit ein. Und Maro hat einen VIA-Freiwilligendienst in Uganda gemacht und begleitet aktuell viele VIA-Seminare. Weitere Informationen zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern findet ihr auf unserer Vorstandsseite.
Der Vorstand ist ehrenamtlich aktiv. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, über zentrale Richtungen und Strategien des Vereins zu entscheiden und gemeinsam mit der Geschäftsführung wichtige Themen und Entwicklungen zu begleiten. Zudem ist der Vorstand maßgeblich an der Organisation zentraler Veranstaltungen wie dem VIA-Festival beteiligt, das regelmäßig Begegnung und Austausch für die VIA-Community ermöglicht.
Bereits jetzt vormerken: Das nächste VIA-Festival findet vom 05.–07. Juni 2026 und danach vom 18.–20. Juni 2027 in Magdeburg statt – wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Im Oktober 2024 war Christina Schulte, Geschäftsführerin von VIA e.V., als Vertreterin des deutschen Trägernetzwerks AKLHÜ bei der internationalen IVCO-Konferenz im britischen Newcastle. Die IVCO (International Volunteer Cooperation Organisations) bringt jährlich über 150 Expert*innen, Organisationen und politische Entscheidungsträger*innen aus der ganzen Welt zusammen, um über die Zukunft internationaler Freiwilligenarbeit zu diskutieren.
Einige Monate später hat Christina in einem Interview mit dem Forum, dem internationalen Netzwerk hinter der IVCO, noch einmal reflektiert, welche Herausforderungen, Chancen und politischen Fragen Freiwilligendienste aktuell weltweit betreffen.
Im Mittelpunkt des Interviews steht die Frage, wie sich Freiwilligendienste verändert haben und warum sie heute mehr denn je gebraucht werden. Christina betont, dass diese Dienste längst kein „Lückenfüller“ nach dem Schulabschluss mehr sind. Stattdessen spricht sie von Bildungsdiensten, die jungen Menschen wichtige soziale, persönliche und politische Kompetenzen vermitteln.
„Wir wissen, dass Teilnehmende an internationalen Freiwilligendiensten danach resilienter, mobiler und engagierter sind, sowohl sozial als auch politisch. Wir können mit gutem Gewissen sagen: Freiwilligendienste stärken die Zivilgesellschaft und die Demokratie.“
Ein zentrales Anliegen ist ihr dabei auch die Rolle von Unterschieden, Vielfalt und kritischer Auseinandersetzung in einer demokratischen Gesellschaft. Christina beschreibt, was Freiwillige in ihrem Dienst lernen können und was das für unsere Gesellschaft bedeutet:
„Eine starke Zivilgesellschaft braucht unabhängiges Denken, braucht unterschiedliche Meinungen und Positionen, die respektvoll UND kontrovers um die besten Lösungen ringen. Unsere Freiwilligen lernen genau das – weil wir sie ‚on the job‘ begleiten und intensiv bilden.“
Zugleich macht Christina deutlich, dass internationale Freiwilligenarbeit unter Druck steht: Die Kosten steigen, die staatliche Förderung hält nicht Schritt, Visa-Prozesse werden zunehmend restriktiver. Auch deshalb, sagt sie, wird ihre Arbeit immer politischer – nicht parteipolitisch, aber gesellschaftspolitisch:
„Die Frage, wie viel Geld – auch Steuergeld – wir für Bildung, globales Verständnis und Gerechtigkeit ausgeben oder für andere Dinge, ist eine politische Entscheidung.“
Ihr Appell an politische Entscheidungsträger*innen ist klar:
„Wenn Frieden und globale Solidarität das Ziel sind, dann investiert in internationale Freiwilligendienste, denn genau das stärkt Frieden und Solidarität weltweit.“
Das vollständige englische Interview ist hier nachzulesen.
Rechtsanspruch für Freiwilligendienste
Die Diskussion um die Zukunft der Freiwilligendienste wird immer lauter. Angesichts der Forderungen nach einer Wiedereinführung der Wehrpflicht und einem sozialen Pflichtjahr stehen auch die Freiwilligendienste im Fokus. Wir bei VIA setzen uns mit anderen Entsendeorganisationen für einen Rechtsanspruch auf Freiwilligendienste ein, denn Engagement darf keine Frage des Geldbeutels sein! Junge Menschen sollen die Möglichkeit haben, sich freiwillig und planbar für einen Dienst an der Gesellschaft zu engagieren und einen wertvollen Beitrag zur Demokratiebildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten.
Die Diskussion im öffentlichen Raum
Dr. Jörn Fischer von der Universität zu Köln erörtert in einem Gastbeitrag bei Table.Media, warum Freiwilligendienste nicht mit einer Wehrpflichtvermischt werden sollten. Statt eines sozialen Pflichtjahres schlägt Fischer eine Kombination aus Erklärpflicht und einem Rechtsanspruch auf Freiwilligendienste vor, damit junge Menschen selbstbestimmt entscheiden können, wie sie sich für die Gesellschaft engagieren. Hier geht es zum Gastbeitrag von Dr. Jörn Fischer.
Ein weiterer wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte wird in der Deutschlandfunk-Sendung "Agenda" am 2. Februar 2025 um 10:08 Uhr geleistet. Unter dem Titel "Pflichtdienste: Zumutung für die Jugend oder Gewinn für die Gesellschaft?" wird die Notwendigkeit und Möglichkeit eines sozialen Pflichtdienstes diskutiert. Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein großer Befürworter einer sozialen Pflichtzeit ist und sie als Bereicherung für die jungen Menschen sieht, argumentieren andere Stimmen, dass ein solcher Dienst nicht verpflichtend sein sollte. Die Diskussion beleuchtet sowohl die Herausforderungen des akuten Personalnotstands in Krankenhäusern und der Altenpflege als auch die gestiegene Nachfrage nach militärischem Personal.
Zu den Gästen der Sendung gehören Daniela Broda, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings, Dr. Jörn Fischer, Politikwissenschaftler und Mitherausgeber von Voluntaris, Dr. Rabea Haß, Soziologin und Autorin der Machbarkeitsstudie "Gesellschaftsdienst" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, sowie Dr. Christoph Ploß, CDU-Bundestagsabgeordneter. Moderiert wird die Sendung von Henning Hübert.
Die Debatte um Freiwilligendienste bleibt hochaktuell. Wir laden alle Interessierten ein, die Sendung zu verfolgen und sich aktiv in die Diskussion einzubringen! Hier geht es zur Sendung.
Nachdem Ende Januar hunderttausende Menschen in ganz Deutschland gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft auf die Straßen gegangen sind, geht es weiter mit dem Starkmachen gegen Rassismus!
Vom 08. bis 30. März 2025 finden in Lüneburg wieder die Wochen gegen Rassismus im Kontext der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Gemeinsam mit vielen verschiedenen Veranstaltenden setzen sie ein klares Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit.
Unter dem diesjährigen Leitspruch „Menschenwürde schützen“ erwartet euch ein vielseitiges Programm mit Lesungen, Podiumsdiskussionen, Theater, Musik, Filmen, Vorträgen und vielen weiteren Veranstaltungen. Das Programm wird mit 40 Angeboten von rund 60 Veranstaltenden in Stadt und Umland organisiert.
Auch wir von VIA e. V. sind dabei! Als Verein für internationalen Austausch setzen wir uns für eine offene Gesellschaft ein. In unserer Fotoausstellung vom 15. bis 28. März im Wasserturm Lüneburg zeigen internationale Freiwillige ihre Perspektiven auf Vielfalt, Begegnungen und Menschenwürde in Deutschland.
Eröffnung: Samstag, 15. März um 12 Uhr – Einige unserer Freiwilligen werden ihre Bilder persönlich vorstellen und von ihren Erfahrungen berichten. Wir laden herzlich dazu ein, dabei zu sein, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für eine offene Gesellschaft zu setzen! Gerade in Zeiten, in denen rechte Netzwerke immer offener menschenverachtende Ideologien verbreiten, ist es wichtiger denn je, solidarisch zusammenzustehen. Lasst uns gemeinsam laut sein: Für eine offene Gesellschaft, gegen Rassismus!

Die Lüneburger Wochen gegen Rassismus 2025 werden von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.
📅 Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es hier.
Internationale Freiwilligendienste leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und globaler Solidarität. Zur Bundestagswahl fordert der Gesprächskreis Internationale Freiwilligendienste (GIF) die Politik in seinem neuen Positionspapier auf, diese Programme nachhaltig zu stärken und auszubauen.
„Globale und lokale Krisen – von wachsendem Populismus bis zur Klimakrise – gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und stellen insbesondere junge Menschen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig sind es gerade sie, die durch ihr Engagement wichtige Impulse für den Erhalt unserer Demokratie und die Förderung internationaler und interkultureller Verständigung setzen.“, sagt Michelle Wrecz, Sprecherin des GIF und Referentin bei AKLHÜ e.V.

Praktische Demokratieerfahrung für junge Menschen
Internationale Freiwilligendienste vermitteln jungen Menschen nicht nur wertvolle Fähigkeiten, sondern stärken auch die Gesellschaft insgesamt. Die Erfahrungen, die sie in gemeinnützigen Projekten weltweit sammeln, tragen sie in ihre Heimatgesellschaften zurück und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. „Internationale Freiwilligendienste sind ein Fundament für gesellschaftlichen Zusammenhalt und globale Gerechtigkeit. Sie verdienen eine starke politische Unterstützung“, betont Silvio Titzmann, Sprecher des GIF und Referent bei AGDF e.V.
Forderungen an die Politik
Um internationale Freiwilligendienste zukunftsfähig zu machen, fordert der GIF:
Das vollständige Positionspapier gibt es hier.
Liebe VIA-Community,
ob ihr einen Freiwilligendienstplant, gemacht habt oder einfach interessiert seid – wir brauchen eure Unterstützung! Die Bundesregierung plant Kürzungen bei Jugendfreiwilligendiensten, während gleichzeitig ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr diskutiert wird. Während einige Politiker*innen dies unterstützen, setzen wir uns für das Recht auf Freiwilligendienste ein. Freiwilliges Engagement soll eine bewusste Entscheidung sein, die von innerer Motivation getragen wird und nicht von staatlichem Zwang.
Die Initiative „Vision 2030“ sieht vor, dass alle jungen Menschen die Möglichkeit haben sollen, einen gut begleiteten und finanziell abgesicherten Freiwilligendienst zu absolvieren. Das bedeutet:
Was könnt ihr nun tun?
Jetzt aktiv werden!
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Freiwilligendienste auch in Zukunft freiwillig und gut unterstützt bleiben.
Habt ihr noch Fragen oder braucht Unterstützung bei einer Aktion? Schreibt uns gerne an info@via-ev.org.